Ich hatte zuvor eines von Rook Perfumes ausprobiert - Undergrowth -, das ich nicht mochte, aber ich hatte Hoffnung, weil ihre Angebote eine Art stilles Drama und seltsame Theatralik hervorzurufen schienen, die ich sehr mag. Und so glaube ich, dass ich mit Thurible mein Tor in ihre Welt gefunden habe. Ich rieche nicht das schwingende sakrale Räuchergefäß mit aromatischer Glut und anbetungswürdigem Rauch, sondern eher eine Äbtissin in ihrem heiligen Haus, die mit den Weihrauchzutaten in ihrer Rohform arbeitet. Moos, das im Windschatten eines Steins gesammelt wird, die erdige Poesie des zerstoßenen Salbeis, die Schießpulverblüte des schwarzen Pfeffers, der unter dem Mahlen eines robusten Steinstößels wilde Konfettifragmente aus dunkler Materie tanzt, all das ist eingebunden in die klebrigen Schatten von ledrigem Labdanum und moschusartigem Amberhonig. Ich weiß nicht, ob man ihn für rituelle Abfahrten in das Zwielicht der Unterwelt anzündet oder ob man sich nachts einen Finger voll auf die Zunge schmiert, bevor man die dunklen Korridore der Träume erkundet, aber egal, wofür er verwendet wird, er vermittelt ein Gefühl von verstörender Unheimlichkeit und Unwirklichkeit, bei dem man die Dinge hinter den Dingen erkennt.
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vor 2 Jahren
Thurible, von Rook Perfumes wurde im Jahr 2020 veröffentlicht. Der Parfümeur hinter dieser Kreation ist Nadeem Crowe. Die Noten sind Ambergris, Esche, Gewürznelken, Weihrauch, Labdanum, Leder, Eichenmoos, Patchouli, Rose, Salbei.
Ich hatte zuvor eines von Rook Perfumes ausprobiert - Undergrowth -, das ich nicht mochte, aber ich hatte Hoffnung, weil ihre Angebote eine Art stilles Drama und seltsame Theatralik hervorzurufen schienen, die ich sehr mag. Und so glaube ich, dass ich mit Thurible mein Tor in ihre Welt gefunden habe. Ich rieche nicht das schwingende sakrale Räuchergefäß mit aromatischer Glut und anbetungswürdigem Rauch, sondern eher eine Äbtissin in ihrem heiligen Haus, die mit den Weihrauchzutaten in ihrer Rohform arbeitet. Moos, das im Windschatten eines Steins gesammelt wird, die erdige Poesie des zerstoßenen Salbeis, die Schießpulverblüte des schwarzen Pfeffers, der unter dem Mahlen eines robusten Steinstößels wilde Konfettifragmente aus dunkler Materie tanzt, all das ist eingebunden in die klebrigen Schatten von ledrigem Labdanum und moschusartigem Amberhonig. Ich weiß nicht, ob man ihn für rituelle Abfahrten in das Zwielicht der Unterwelt anzündet oder ob man sich nachts einen Finger voll auf die Zunge schmiert, bevor man die dunklen Korridore der Träume erkundet, aber egal, wofür er verwendet wird, er vermittelt ein Gefühl von verstörender Unheimlichkeit und Unwirklichkeit, bei dem man die Dinge hinter den Dingen erkennt.