Cochine liebt es, Tuberose in ihren Düften zu verwenden, wobei Tuberose Absolute & Sandelholz ihr intensivstes Parfum ist. Es ist auch einer ihrer besten, das heißt, wenn Tuberose eine Note ist, die man verträgt - denn hier kann man sich nicht vor ihr verstecken. Die Tuberose selbst riecht glücklicherweise nicht nach dem kränklichen Kaugummi, den viele Tuberose-Düfte haben, sondern ist geschmeidiger und heller und hat stattdessen eine dichte, seifige Facette. Um dem entgegenzuwirken, ist reichlich Ylang vorhanden, das die Tuberose mit seiner buttrigen, cremigen Sanftheit abflacht, zusammen mit Sandelholz und Orris. Das ist alles sehr reizvoll, bis der schwarze Pfeffer unnötigerweise in den hinteren Teil der Kehle dringt. Es ist ein roter Faden bei diesen Cochine-Düften, dass sie größtenteils großartig riechen, aber es scheint immer eine Note zu geben, mit der ich nicht zurechtkomme und die mir die Freude am Duft etwas verdirbt. Sie sind alle angenehm, aber keiner hat mir gefallen, auch dieser nicht.

Es handelt sich um eine Unisex-Komposition, die mit einem leichten Zitrusakkord beginnt, der von einem subtilen Hauch Pfeffer begleitet wird. Nach kurzer Zeit tritt die Tuberose in den Vordergrund, verwoben mit Ylang-Ylang- und Irisakkorden. Obwohl die Tuberose dominiert, ist sie weder übermäßig süß noch altmodisch oder „omahaft“, sondern vielmehr klassisch und elegant. Die Komposition ist in Leder- und Sandelholznoten verwurzelt, die dem Duft Tiefe und einen leicht erdigen Charakter verleihen. Auf meiner Haut beträgt die Haltbarkeit etwa fünf Stunden mit moderater Projektion. Es ist definitiv ein Duft, den es wert ist, ausprobiert zu werden.