Ich bin nach wie vor der Meinung, dass dies der perfekte Moschus ist. Ihm fehlt die überwältigende, nieserregende Intensität, die ich mit ägyptischem Moschus assoziiere, während er genau den richtigen Hauch von Skankiness und eine unterschwellige bittersüße Note beibehält, die das, was nur ein weiterer warmer, sauberer Duft hätte sein können, aus dem Bereich des Fadenlosen und Gewöhnlichen heraushebt. Kiehl's Moschus fängt genau das ein, wonach ich mir das Jahr 1974 vorstelle: sonnengebräunte Astrologie-Enthusiastinnen in ihren fließenden, handbestickten Kaftanen, mit silbernen Armreifen, die beim Mischen von Tarotkarten zwischen Tupperware-Partys klimpern, und in ihren Wohnzimmern mit Weihrauch und Makramee-Pflanzenhängern. Die Frauen trugen türkisfarbene Ringe an jedem Finger und hatten Exemplare von Linda Goodmans "Sun Signs" auf ihren Couchtischen, während ihre Kinder mit Holzspielzeug auf dem Zottelteppich spielten. Obwohl ich erst ein paar Jahre später geboren wurde, bin ich überzeugt, dass dieser Duft irgendwie die Essenz meiner frühen Kindheit einfing - die verweilende Spur von Patchouli und Möglichkeiten, die in der Luft hing, als das Wassermann-Zeitalter den praktischeren Sorgen der späten 70er Jahre wich.
