So zynisch die folgende Rezension auch ist... Er hat einen Punkt. So zynisch die Rezension darunter auch ist... Sie haben auch einen Punkt. Eine marginale Verteidigung dieser Marke, sie erzählen und verkaufen uns offen ein Konzept. Ein starkes, denke ich, das die Praktiken der Parfümerie auf eine sehr wissende und postmoderne Weise ins Rampenlicht rückt. Die Pop-Art, Primärfarben und die schicke Verpackung, Flakons usw. spiegeln dies wider. Und sie sind nicht übermäßig teuer (oder?). Dennoch verstehe ich den Skeptizismus und ich stelle mir vor, dass sie bald bei TK MAXX landen werden. Besonders was den Oud-Gehalt dieses speziellen Parfums betrifft. Die rettenden Eigenschaften sind, dass es nicht 'Oud' im Namen hat und es ein legitimes indisches Oud-Material verwendet (wenn auch in winziger Menge). Außerdem ist dieses Parfum wirklich nicht absichtlich ein Oud, aber offensichtlich dachte der Parfümeur, dass es der Formel etwas hinzufügt? (Ich greife hier nach etwas, weil ich es nicht weiß?) Jedenfalls ist das andere Gute an Sexcrush, dass es ein schönes Parfum ist, das einen sehr balsamischen, harzigen Effekt von Amber gibt, eingekapselt in einer vage medizinischen 'Verband'-Note, ein bisschen wie Myrrhe, nehme ich an? und das obligatorische Rosenakkord. (Könnte das das Oud sein?) fühlt sich ein bisschen pudrig an, beim Trocknen bleibt die Rose hell, aber es geht viel mehr um Bass-Töne als um oberflächliche Leichtigkeit oder Herzdominanz. Ein modernes Amber, würde ich sagen. Ich mochte es.

Heutzutage kann man jeden alten Schrott "Oud" nennen. Abgesehen von dem Oud-Akkord der Z-Klasse riechen die restlichen Noten billig und werden sofort vergessen.