Dies ist ein schöner Winterduft. Auf der Website wird er als türkischer Kaffee beschrieben, und ich finde, das ist wirklich gelungen. Ich wünschte, es gäbe eine stärkere Kaffeenote, aber er ist würzig und berauschend und wunderschön so wie er ist.
Es ist ein tierisches Parfüm, extrem schwer und extrem langanhaltend, also Vorsicht im Büro und bei zwanglosen Anlässen. Meine Mutter bekommt davon Kopfschmerzen, also vielleicht für Verabredungen aufheben.
Intoxicated ist nicht so berauschend, wie ich gehofft hatte. Verstehen Sie mich nicht falsch, es ist ein schöner Duft, angenehm und angenehm, aber in Anbetracht des Preises kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er leider ziemlich fade und einfach ist. Es ist eine Art süße, würzige Sanftheit, die sich zu nichts wirklich entwickelt. Die Überdosis an Kardamom steht im Vordergrund. Er ist weich, aber sehr trocken und leicht rauchig mit subtilen grünen Facetten. Die Kaffeenote hebt die trockene Bitterkeit hervor, die durch warme Gewürze und süße Vanille ausgeglichen wird. Wenn man sich die Aufschlüsselung der Noten ansieht, gibt es absolut nichts daran auszusetzen, aber auf der Haut scheint er nicht so lebendig zu sein, wie ich gehofft hatte. Es ist einer dieser Düfte, von denen ich meine Probe wahrscheinlich gerne trage, mir aber keinen Flakon kaufen würde. In Anbetracht des hohen Preises der Kilian-Düfte hatte ich auf etwas viel Interessanteres und "Berauschendes" gehofft.
Es überrascht mich nicht, dass ich auf dieser Seite ankomme und es bereits einen Schwall von Vergleichen mit AMen gibt. Die junge Dame an der Kilian-Theke wusste nicht, was sie von mir halten sollte, als ich die Vergleiche mit AMen Pure Coffee aufzählte. Sie sagte: "Ahhhh ja, das enthält bolivianische Kaffeebohnen..." oder so ähnlich? Nun, ich muss sagen, wenn er sich setzt, ist der Kaffee realistischer und besser wiedergegeben als der von Pure Coffee, was man auch erwarten würde. Für mich klingt der ganze Akkord einfach nach komplexem Patchouli/Karamell mit nur sehr geringen Unterschieden. Die geringfügigen Unterschiede sind für mich ein trockener, holziger Duft und etwas Pfeffer, was ihn genug von Thierry Mugler abhebt, um keine direkte Kopie zu sein. Zusammen mit dem sehr schönen, kaffeedominierten Auftakt und ohne deplatzierte Noten wie im Original AMen hat man eine Version mit einer höheren Skala. Der Drydown ist entschuldigenderweise genau derselbe wie bei AMen oder Pure Malt oder so, und er hält auch ziemlich lange an. Hey, ich liebe A*Men und ich kann den Geruch dieses Parfums nicht kritisieren, aber man muss schon sehr reich und sehr unwissend über Muglers Kreation sein, um diesem Parfum auch nur den Hauch einer Chance zu geben.
