Jicky Eau de Toilette, von Guerlain wurde im Jahr 1889 veröffentlicht. Der Parfümeur hinter dieser Kreation ist Aime Guerlain. Er hat die Kopfnoten von Bergamotte, Zitrone, Mandarine-Orange, and Rosemary, Herznoten von Basilikum, Jasmin, Lavendel, Orriswurzel, and Tonkabohne, and Basisnoten von Bernstein, Benzoe, Leder, Palisander Palisanderholz, Sandelholz, Würzige Noten, and Vanille.
Während Fougere Royale der erste Duft war, der einen synthetischen Stoff - Cumarin - enthielt, war es Jicky, das diese Idee aufgriff und die Parfümerie, wie wir sie kennen, veränderte. Als Jicky 1889 auf den Markt kam, trug der Großteil der Gesellschaft eine Art einfaches Eau de Cologne, und so war die Einführung von Jicky wirklich unerhört und für viele zunächst zu revolutionär. Jicky hat einen ausgeprägten kölschen Stil, der sich aus kräftigen Mengen von Bergamotte, Lavendel, Basilikum und Lorbeer zusammensetzt, unterstrichen von einer dominanten Rosmarinnote. Das Fehlen einer zentralen Herznote erzeugt einen seltsamen, paradoxen Effekt, als bestünde die gesamte Komposition aus strahlenden Zitrus- und aromatischen Kräuternoten. Doch nach einiger Zeit nimmt man die Sanftheit des Sandelholzes wahr, die durch die süße Cremigkeit von Cumarin und Vanillin ergänzt wird, die durch einen Hauch von Zibet noch verstärkt wird. Das ist das erste Mal, dass ein Parfüm sexuell und abstrakt wird und die Trägerin nicht mehr nach Zitronen oder einem Blumenstrauß riechen muss. Ich liebe es absolut. Mein Flakon ist erst ein paar Jahre alt, so dass ich mir nur vorstellen kann, wie bezaubernd die ursprüngliche Formulierung gewesen sein muss, aber dieses Parfüm zu riechen, fühlt sich wirklich an, als würde man ein Stück Geschichte erleben. Der erste Fougere für Frauen überhaupt, aber nach heutigen Maßstäben einfach unisex. Ein unverzichtbarer Lavendel in meiner Sammlung.